Goodbye Bettina

Ende Juni ist es so weit, nach 18 Jahren in der Ganter Family verabschieden wir uns von Bettina Zimmermann. Ihre Karriere bei Ganter begann die Diplom-Architektin Ende 2003 als freie Mitarbeiterin und betreute Kunden wie Betty Barclay, Breuninger und Porsche Design. Im Jahr 2005 gehört sie als Projektleiterin fest zum Ganter Team und realisiert anspruchsvolle Innenausbauprojekte für internationale Brands wie Escada, de Beers und Montblanc.
Seit 2014 hat sie Ganter als Mitglied der Geschäftsleitung mit Leidenschaft über Höhen und Tiefen begleitet und maßgeblich zum Unternehmenserfolg beigetragen.

„Ich habe wunderbare Menschen kennlernen dürfen – Kollegen, wie Kunden und Partner im Geschäft – und viele schöne Orte auf der Welt gesehen. Die Perspektive war dabei immer auf das jeweilige Projekt.“
Bettina Zimmermann

Bettina, wir möchten Dir ein riesengroßes „DANKE“ sagen, für Deinen unermüdlichen Einsatz, Deine herausragende Kompetenz, Deinen optimistischen Weitblick und last but not least Deine herzliche Art, die wir sehr vermissen werden. Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir Dir nur das Beste – viel Zeit mit der Familie, Glück & Gesundheit!

Jan Hendrik Vlijt wird zum 01.07.2022 als Nachfolger von Bettina Zimmermann in die Geschäftsführung der Ganter Construction & Interiors GmbH berufen, die er zukünftig gemeinsam mit Stefan Emprechtinger und Peter Pendt leiten wird.

Bereichsleiter werden Geschäftsführer der Ganter Interior GmbH

Die Ganter Interior GmbH mit Standorten in Waldkirch und Tauberbischofsheim hat am 1. Februar 2022 zwei langjähre Mitarbeiter in die Geschäftsleitung berufen. Die beiden neuen Geschäftsführer Stefan Rohrer (COO) und Jan Hendrik Vlijt (COO) werden das Unternehmen gemeinsam mit Peter Pendt (CFO) in die Zukunft führen. Im vergangenen Jahr wurde die Ganter Construction & Interiors GmbH, zu der auch die deutsche Ländergesellschaft Ganter Interior GmbH zählt, von der Beteiligungsgesellschaft Mutares SE aus München übernommen. Die neue Geschäftsleitung am deutschen Standort ist nun ein weiterer Schritt des Unternehmens in eine sichere Zukunft.

„Es freut uns sehr, dass es uns gelungen ist, diese wichtige Funktion intern mit zwei langjährigen und verdienten Kollegen zu besetzen. Beide haben vielfältige Erfahrungen in allen Geschäftsbereichen und genießen sowohl unser als auch das Vertrauen des neuen Gesellschafters Mutares“, sagt Bettina Zimmermann, Geschäftsführerin der Ganter Construction & Interiors GmbH. Mit dem Fokus auf hochwertigem Innenausbau wird sich Ganter in Zukunft weiterhin auf sein Kerngeschäft in Europa in den Geschäftsfeldern Retail, Commercial und Residential konzentrieren. Gegründet im Jahre 1995 beschäftigt das Unternehmen heute international rund 200 Mitarbeiter. Neben dem Stammsitz in Waldkirch im Schwarzwald verfügt Ganter über weitere Standorte in Deutschland, der Schweiz, Italien und Frankreich.

Ganter gratuliert Absolventen

Bei Ganter in Waldkirch hat ein weiterer Ausbildungs-Jahrgang seine Abschlussprüfungen erfolgreich absolviert: Jessica Lehrer hat ihre Prüfung zur Industriekauffrau abgelegt, Emma Gray zur Industriekauffrau mit Zusatz europäisches Wirtschaftsmanagement, Loreta Rexhepi zur Bauzeichnerin mit Schwerpunkt Architektur am Standort Tauberbischofsheim, Georg Ringwald und Dennis Holzer zum Technischen Produktdesigner. Sie werden im Anschluss von Ganter in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen oder streben neue Tätigkeitsfelder an. Wir gratulieren allen Auszubildenden zum Abschluss ihrer Ausbildung und möchten uns für ihr großes Engagement in den vergangenen Jahren bedanken. Für die Zukunft wüschen wir alles Gute und viel Erfolg!

Die Auszubildenden bei Ganter sind vielfältig engagiert und zeigen großen Einsatz und Kreativität weit über das Tagesgeschäft hinaus, z. B. bei eigenständig durchgeführten Azubi-Projekten wie der Teilnahme beim VGB-Jugendpräventionspreis, welcher für innovative Projekte rund um die Themen Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit vergeben wird. Für die selbst entwickelten und gebauten Baustellenkisten, welche selbstverständlich seither auch auf allen Ganter-Baustellen für mehr Sicherheit sorgen, haben unsere Azubis den mit 10.000 Euro dotierten 1. Platz erzielt. Die Ausbildungsquote von Ganter liegt mit 7,9% weiterhin über dem bundesweiten Durchschnitt.

 

Unser Projekt REMI in der aktuellen AIT

Ganz besonders gefreut haben wir uns über die Veröffentlichung unseres Projekts REMI Berlin in der aktuellen Ausgabe der AIT. Die wunderschöne Brasserie im Herzen Berlins wurde nach dem Entwurf  von Ester Bruzkus Architekten von Ganter Interior ausgebaut. Im Fokus standen dabei hochwertige, sorgfältig ausgewählte und handwerklich gefertigte Materialien. Die Möbel im Gastraum von Studio Coucou kombinieren maßgefertigte Tische aus Birke-Multiplex, poliertem Stahl und Forbo-Linoleum mit Stühlen von Please Wait To Be Seated, Bänke mit gepolstertem Cordstoff von Kvadrat und Wandleuchten von Valerie Objects. Ein tolles Ambiente für einen leckeren Mittags-Lunch oder endlich mal wieder einen Abend im Restaurant. Berlin, wir kommen!

Die Auswirkungen von Covid-19 auf die Gestaltung von modernen Arbeitswelten

Für die Ganter Group als international agierendes Unternehmen hatte Covid-19 von Anfang an erhebliche Auswirkungen auf die Durchführung von Projekten. Da Vorschriften und Quarantänen von Land zu Land unterschiedlich sind, wurde es schwierig, Teams ins Ausland zu schicken. Lieferzeiten verlängerten sich und Zeitpläne waren unsicher. In einigen Fällen musste auch mit Produktionsausfällen von Zulieferern gerechnet werden. Reisezeiten haben sich deutlich reduziert und Videokonferenzen wurden zum wichtigsten Mittel zur Kommunikation mit unseren Kunden. Das hat sich auch auf die Arbeitsweise ausgewirkt und es ist heute nicht mehr zwingend erforderlich, dass das gesamte Projektteam im Büro arbeitet.

Welchen Einfluss wird Covid-19 zukünftig auf die Gestaltung unserer Arbeitsumgebung haben? Über diese Frage und die Auswirkungen auf unsere Arbeitsweisen hat sich unser Senior Project Manager Thomas Zeiske (TZ) mit IVC commercial (IVC) – einem belgischen Anbieter für Bodenbeläge im Objektbereich – unterhalten.

IWC: Verzeichnen Sie derzeit eine höhere Nachfrage von Kunden nach Beratung bei der Anpassung von Räumen an Covid-19-Maßnahmen?

TZ: Bisher ist mir das nicht wirklich begegnet, da viele unserer Projekte und Konzepte bereits vor der Pandemie in Angriff genommen oder zugesagt waren. Sie wurden zum größten Teil wie geplant umgesetzt. Gefragt sind höchstens ergänzende Maßnahmen, wie z. B. Desinfektionsstationen.

IVC: Glauben Sie, dass sich Covid-19 nur vorübergehend auf die Gestaltung unserer Arbeitsplätze auswirkt oder wird sich unsere Einstellung zu dem, was eine gute Arbeitsumgebung ausmacht, dauerhaft verändern?

TZ: Ich glaube, dass Covid-19 einen langfristigen Einfluss auf unseren Arbeitsalltag haben wird und das führt letztendlich auch zu Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir Räume gestalten. Soziale Distanzierung, Belüftung, Hygiene und die erfolgreiche Implementierung mobiler Technologien werden in zukünftigen Büros entscheidend sein. Sicherlich werden auch die Arbeitsplätze agiler werden müssen. Ich vermute, dass in einigen Fällen die Fläche reduziert werden wird, was zu einer Zunahme von geteilten Arbeitsplätzen führen wird. Weniger Menschen werden die ganze Zeit an nur einem Ort arbeiten. Es besteht kein Zweifel daran, dass ein gemischter Ansatz für die Zeit, die im Büro verbracht wird, und die Arbeit aus der Ferne einen nachhaltigen Einfluss haben wird. Mittelfristig denke ich, dass sich die Pandemie weiterhin in Vorschriften und Richtlinien rund um den Arbeitsplatz und die Arbeitssicherheit zeigen wird.

IVC: Werden wir einen stärker segmentierten und individualisierten Ansatz bei der Raumgestaltung sehen? Zum Beispiel eine Rückkehr zu kleineren teambasierten Büros oder sogar zu Einzelarbeitsplätzen und einer stärkeren Aufteilung innerhalb eines Raums?

TZ: Ich glaube nicht, dass wir segregierte Räume sehen werden, aber wir werden sehen, dass die Arbeitswelt und die Zusammenarbeit zwischen Kollegen und externen Teammitgliedern flexibler werden. Dies wird unweigerlich zu einer zunehmenden physischen und digitalen Interaktion und Zusammenarbeit führen. Infolgedessen müssen auch die Räume flexibler werden. Arbeitsplätze müssen zukünftig das Arbeiten in Teams und individuelle Aufgaben ermöglichen und die Technologie und unterstützende Infrastruktur für die Teilnahme an virtuellen Meetings bereitstellen.

IVC: Gibt es einen grundlegenden Wandel in der Herangehensweise an Arbeitsräume? Werden wir eine persönlichere Herangehensweise an den Raum von Seiten des Kunden sehen, oder wird es wieder eine Frage der maximalen Mitarbeiterzahl sein?

TZ: Ja und nein. Ich denke, die Veränderungen, die sich schon vor Covid-19 abzeichneten, haben sich nur beschleunigt und intensiviert. Insofern war die Krise ein Katalysator für eine Entwicklung, die bereits im Gange war. Außerdem werden die hygienischen Aspekte stärker in den Vordergrund rücken. Das hat vorher keine Rolle gespielt. Ich denke, die spannende Frage wird sein, wie wir auf der einen Seite soziale Distanz und Hygienemaßnahmen sicherstellen, auf der anderen Seite aber einen gemeinsamen und offenen Raum schaffen können, ohne uns hinter Plexiglasscheiben zu verbarrikadieren. Es wird nicht mehr den einen Schreibtisch geben, an dem ein Mitarbeiter arbeitet, sondern Räume, die unterschiedlich genutzt werden können und flexibles Arbeiten ermöglichen.

IVC: Was ist das Wichtigste, was Sie aus der Pandemie in Bezug auf die Gestaltung von Arbeitsräumen gelernt haben?

TZ: Für mich persönlich ist der auffälligste Effekt, dass wir uns nun alle daran gewöhnt haben, in mehr virtuellen Räumen zu arbeiten, sei es mit den eigenen Kollegen oder mit Kunden. Ich denke, dass sich diese neuen Arbeitsweisen langfristig durchsetzen und einen erheblichen Einfluss auf die Raumgestaltung haben werden. Es wird separate Räume geben, in die Mitarbeiter gehen können, um virtuelle Meetings durchzuführen. Ein Großraumbüro hat dafür seine Grenzen, und es werden z.B. Kabinen oder Pods erforderlich sein, um dies in unterschiedlichen Größenordnungen zu ermöglichen.

Weitere Beispiele für moderne Arbeitswelten made by GANTER finden Sie in unseren Referenzen im Bereich Commercial.  

Glänzender Auftritt für Karosserie-Schrott

Für unsere Kunden gehen wir gerne auch ungewöhnliche Wege: Der Innenausbau und die Möblierung des neuen Flagship-Clubs für Lynk & Co in Amsterdam führten uns diesmal auf den Wertstoffhof einer lokalen Rohstoffverwertung, um dort nach gepresstem Karosserieschrott zu suchen.
Hintergrund war das gemeinsam entwickelte Interior-Konzept der Designbüros S-P-A-C-E Projects und Studio Alexander Fehre für die neuen Clubräume des Autoherstellers Lynk & Co, mit dessen Umsetzung Ganter beauftragt wurde. Für die flexibel nutzbaren Räumlichkeiten war u.a. ein Ensemble aus Displaytischen vorgesehen, mit Oberflächen aus einer Kombination verschiedener Abfallprodukte (Automobilschrott und recycelte Zeitungen). Diese Upcycling-Idee entstand in Hinblick auf die Agenda von Lynk & Co., die mit einem neuartigen Auto-Abomodell eine Kultur der Nachhaltigkeit vorantreiben möchten.
Immer darauf bedacht die bestmögliche Lösung für unsere Kunden zu finden, haben wir zunächst den Markt auf fertige Produkte gescannt. Da das Ergebnis nicht unseren Vorstellungen entsprach, sind wir schließlich bei einer Rohstoffverwertung fündig geworden, wo u.a. Aluminiumreste, die beim Karosseriebau im Rahmen des Zuschnitts entstehen, zu transportfähigen Würfeln gepresst werden.

Außergewöhnliche Konzepte verlangen ungewöhnliche Maßnahmen

Während die Maßanfertigung von Möbeln nach exakten Vorgaben und detaillierten Plänen erfolgen kann und Unsicherheiten beispielsweise durch den Bau von Prototypen im Rahmen einer intensiven Bemusterungsphase abgebaut werden können, mussten wir uns in diesem Fall schrittweise an die Vorstellungen des Kunden und die im Konzept nur grob skizzierte Idee herantasten.
Auf dem Gelände der Rohstoffverwertung haben unsere Kollegen intensiv nach den spannendsten Schrott-Würfeln gesucht, deren Oberfläche und Haptik den Vorstellungen und grob vorgegebenen Maßangaben der Designer und des Kunden entsprachen.
Um die Schrott-Würfel als Displaytische einsetzen zu können, musste die Oberflächenstruktur so gewählt werden, dass nicht zu viele und zu tiefe Furchen das Auslegen von Waren später erschweren, gleichzeitig galt es besonders interessante Objekte mit einer möglichst rauen Oberfläche zu finden, in deren Struktur sich noch deutlich die Spuren des Pressvorgangs nachvollziehen lassen.
Da die Form der Würfel aus der Verarbeitung in der Aluminiumpresse resultiert und nicht mehr stark verändert werden kann ohne den besonderen Charakter der Schrott-Würfel zu zerstören, wurden lediglich scharfe Kanten und abstehende Teile abgeschliffen, um die Verletzungsgefahr zu reduzieren.
Präsentiert wird auf den ungewöhnlichen Präsentationstischen nun eine sorgfältig kuratierte Auswahl von Produkten gleichgesinnter Partner, die ganz im Sinne von Lynk & Co. eine nachhaltige Agenda vorantreiben: z.B. japanische Vintage Sneaker, lokal produzierte Skateboards oder hippe Sonnenbrillen. Die Lifestyle-Produkte können genauso wie alle freistehenden Möbel käuflich erworben werden. Auch diese wurden aus Upcycling-Materialien produziert: So besteht ein zentral platzierte Tisch beispielsweise aus altem Meeresmüll und die Barhocker sind mit Lynk & Co’s eigenem Stoff bezogen, der aus recycelten Fischernetzen gewonnen wird. Die Möbel unterteilen die Clubräume in unterschiedliche Zonen, um sich auszutauschen, um gemeinsam zu arbeiten und um sich inspirieren zu lassen, denn im Zentrum steht nicht das zu erwerbende Automodell, sondern auch der Community-Gedanke.

Foto 1, 2 und 4: Ganter Group
Foto 3: Today’s brew / Lynk & Co

And the winner is…

Wir freuen uns über den Gewinn des VBG-Jugend-Präventionspreises 2020, mit dem unsere Azubis ihre Kreativität unter Beweis gestellt haben. Der Preis wird verliehen für innovative Projekte rund um die Themen Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit. Der Gewinner des mit 10.000 € dotierten Preises wurde am 08.01.2021 in einer Onlineveranstaltung bekanntgegeben und vorgestellt. Erste-Hilfe-Material, Feuerlöscher und Notrufnummern sind auf Baustellen oft nicht schnell genug auffindbar. Mit der stabilen Baustellenkiste sind diese nun an einer zentralen Stelle sofort zugänglich, so dass im Notfall schnell reagiert werden kann. Wir gratulieren unseren Azubis zu diesem tollen Projekt und setzen die Kiste selbstverständlich ab sofort auf unseren Baustellen ein.