Die Auswirkungen von Covid-19 auf die Gestaltung von modernen Arbeitswelten

Für die Ganter Group als international agierendes Unternehmen hatte Covid-19 von Anfang an erhebliche Auswirkungen auf die Durchführung von Projekten. Da Vorschriften und Quarantänen von Land zu Land unterschiedlich sind, wurde es schwierig, Teams ins Ausland zu schicken. Lieferzeiten verlängerten sich und Zeitpläne waren unsicher. In einigen Fällen musste auch mit Produktionsausfällen von Zulieferern gerechnet werden. Reisezeiten haben sich deutlich reduziert und Videokonferenzen wurden zum wichtigsten Mittel zur Kommunikation mit unseren Kunden. Das hat sich auch auf die Arbeitsweise ausgewirkt und es ist heute nicht mehr zwingend erforderlich, dass das gesamte Projektteam im Büro arbeitet.

Welchen Einfluss wird Covid-19 zukünftig auf die Gestaltung unserer Arbeitsumgebung haben? Über diese Frage und die Auswirkungen auf unsere Arbeitsweisen hat sich unser Senior Project Manager Thomas Zeiske (TZ) mit IVC commercial (IVC) – einem belgischen Anbieter für Bodenbeläge im Objektbereich – unterhalten.

IWC: Verzeichnen Sie derzeit eine höhere Nachfrage von Kunden nach Beratung bei der Anpassung von Räumen an Covid-19-Maßnahmen?

TZ: Bisher ist mir das nicht wirklich begegnet, da viele unserer Projekte und Konzepte bereits vor der Pandemie in Angriff genommen oder zugesagt waren. Sie wurden zum größten Teil wie geplant umgesetzt. Gefragt sind höchstens ergänzende Maßnahmen, wie z. B. Desinfektionsstationen.

IVC: Glauben Sie, dass sich Covid-19 nur vorübergehend auf die Gestaltung unserer Arbeitsplätze auswirkt oder wird sich unsere Einstellung zu dem, was eine gute Arbeitsumgebung ausmacht, dauerhaft verändern?

TZ: Ich glaube, dass Covid-19 einen langfristigen Einfluss auf unseren Arbeitsalltag haben wird und das führt letztendlich auch zu Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir Räume gestalten. Soziale Distanzierung, Belüftung, Hygiene und die erfolgreiche Implementierung mobiler Technologien werden in zukünftigen Büros entscheidend sein. Sicherlich werden auch die Arbeitsplätze agiler werden müssen. Ich vermute, dass in einigen Fällen die Fläche reduziert werden wird, was zu einer Zunahme von geteilten Arbeitsplätzen führen wird. Weniger Menschen werden die ganze Zeit an nur einem Ort arbeiten. Es besteht kein Zweifel daran, dass ein gemischter Ansatz für die Zeit, die im Büro verbracht wird, und die Arbeit aus der Ferne einen nachhaltigen Einfluss haben wird. Mittelfristig denke ich, dass sich die Pandemie weiterhin in Vorschriften und Richtlinien rund um den Arbeitsplatz und die Arbeitssicherheit zeigen wird.

IVC: Werden wir einen stärker segmentierten und individualisierten Ansatz bei der Raumgestaltung sehen? Zum Beispiel eine Rückkehr zu kleineren teambasierten Büros oder sogar zu Einzelarbeitsplätzen und einer stärkeren Aufteilung innerhalb eines Raums?

TZ: Ich glaube nicht, dass wir segregierte Räume sehen werden, aber wir werden sehen, dass die Arbeitswelt und die Zusammenarbeit zwischen Kollegen und externen Teammitgliedern flexibler werden. Dies wird unweigerlich zu einer zunehmenden physischen und digitalen Interaktion und Zusammenarbeit führen. Infolgedessen müssen auch die Räume flexibler werden. Arbeitsplätze müssen zukünftig das Arbeiten in Teams und individuelle Aufgaben ermöglichen und die Technologie und unterstützende Infrastruktur für die Teilnahme an virtuellen Meetings bereitstellen.

IVC: Gibt es einen grundlegenden Wandel in der Herangehensweise an Arbeitsräume? Werden wir eine persönlichere Herangehensweise an den Raum von Seiten des Kunden sehen, oder wird es wieder eine Frage der maximalen Mitarbeiterzahl sein?

TZ: Ja und nein. Ich denke, die Veränderungen, die sich schon vor Covid-19 abzeichneten, haben sich nur beschleunigt und intensiviert. Insofern war die Krise ein Katalysator für eine Entwicklung, die bereits im Gange war. Außerdem werden die hygienischen Aspekte stärker in den Vordergrund rücken. Das hat vorher keine Rolle gespielt. Ich denke, die spannende Frage wird sein, wie wir auf der einen Seite soziale Distanz und Hygienemaßnahmen sicherstellen, auf der anderen Seite aber einen gemeinsamen und offenen Raum schaffen können, ohne uns hinter Plexiglasscheiben zu verbarrikadieren. Es wird nicht mehr den einen Schreibtisch geben, an dem ein Mitarbeiter arbeitet, sondern Räume, die unterschiedlich genutzt werden können und flexibles Arbeiten ermöglichen.

IVC: Was ist das Wichtigste, was Sie aus der Pandemie in Bezug auf die Gestaltung von Arbeitsräumen gelernt haben?

TZ: Für mich persönlich ist der auffälligste Effekt, dass wir uns nun alle daran gewöhnt haben, in mehr virtuellen Räumen zu arbeiten, sei es mit den eigenen Kollegen oder mit Kunden. Ich denke, dass sich diese neuen Arbeitsweisen langfristig durchsetzen und einen erheblichen Einfluss auf die Raumgestaltung haben werden. Es wird separate Räume geben, in die Mitarbeiter gehen können, um virtuelle Meetings durchzuführen. Ein Großraumbüro hat dafür seine Grenzen, und es werden z.B. Kabinen oder Pods erforderlich sein, um dies in unterschiedlichen Größenordnungen zu ermöglichen.

Weitere Beispiele für moderne Arbeitswelten made by GANTER finden Sie in unseren Referenzen im Bereich Commercial.  

MULTICHANNEL RETAIL – VERÄNDERTE FLÄCHEN UND ERLEBNISWELTEN

Ein Interview mit Bettina Zimmermann*, Business Field Manager Retail & Interiors und COO bei Ganter.

 

Dass die Digitalisierung gerade vor dem Einzelhandel nicht haltmacht, ist längst klar. Doch wie genau wirkt sie sich heute bereits im stationären Handel aus und mit welchen Szenarien ist zu rechnen? Betrachten wir uns bald in sprechenden Spiegeln und werden wir in Zukunft von Robotern bedient?
Für den Einzelhandel insgesamt lässt sich diese Frage nicht so einfach beantworten. Je nach Branche und Marktsegment wirkt sich die Digitalisierung unterschiedlich und unterschiedlich intensiv aus. Im Handel generell wird viel Energie darauf verwendet, Kundenfrequenzen und  -verhalten zu messen, Daten zu sammeln und diese Daten für neue Erkenntnisse auszuwerten. Mit sogenannten digitalen Touch Points – Apps für mobile Endgeräte, auch beispielsweise Tablets und Monitore im Store zur „digitalen Regalverlängerung“ – setzt man auf eine starke Interaktion mit dem Endkunden. Mit Click & Collect, also dem Bestellen im Internet und dem lokalen Abholen vor Ort, gelingt es, (Neu-)Kunden in die Verkaufsräume zu holen, möglicherweise weiteren Umsatz zu generieren und die Grenzen von Online- und Offline-Handel aufzuheben. Indem der Endkunde die verschiedenen Verkaufskanäle parallel nutzt, wird er im Idealfall an die Marke oder den Einzelhändler gebunden. Ganz nebenbei gibt er dabei so ziemlich alles an Daten über sich preis, was Aufschluss über seine Vorlieben und Verhaltensweisen gibt. Das hilft dem Händler und der Marke ihren Service sowie ihre Produkte genauer und schneller an die jeweilige Zielgruppe anzupassen – und nicht nur auf der Online- Plattform, sondern im stationären Handel ebenfalls. Auch an Selbstbedienungskassen, die zum Teil bereits in Märkten und großen Sportgeschäften getestet werden, findet eine solche Datenerhebung im Hintergrund statt. Heute schon wundert sich niemand mehr über die individuellen Angebote, die plötzlich im Internet auftauchen, weil etwa am Vortag eine kommerzielle Suchmaschine genutzt wurde, um zu einem neuen Fahrrad zu recherchieren.
Diese Daten von Kunden auch für den stationären Handel sinnvoll zu nutzen, wird in Zukunft eine der großen Herausforderungen. Die kurzzeitig viel beachteten digitalen Spiegel haben sich – soweit ich es beurteilen kann – im Modebereich hingegen nicht durchgesetzt. Die Investitionen sind im Verhältnis zum erwarteten Mehrwert offenbar einfach zu groß. Dafür hat sich insbesondere im Modehandel inzwischen die Erkenntnis verbreitet, dass die persönliche Beratung durch das Storepersonal den entscheidenden Unterschied zum Online-Verkauf ausmacht und dass der stationäre Handel den Vorteil des Beratungsservices verbunden mit einem genau auf die Zielgruppe ausgerichteten Sortiment strategisch und flexibel nutzen muss. Im Lebensmittelbereich gehen die Konzepte noch viel weiter.
Bestellungen über eine App mit anschließender Lieferung nach Hause bieten inzwischen viele Händler an, und Pilotprojekte in den USA zeigen, wo die Reise hingehen könnte: Unterstützt durch sogenannte Beacon-Technik, das internet of things (IoT) und in Lampen integrierte Sensoren, ist es inzwischen beispielsweise möglich, den Kunden im Laden gezielt zu jenen Produkten zu leiten, die auf seinem digitalen Einkaufszettel stehen. Damit ist der physische Weg des Kunden durch den Laden tatsächlich digital gesteuert – und liefert wiederum aufschlussreiche Daten zur Analyse des Kundenverhaltens. Davon, dass es Kassen, wie wir sie heute kennen, schon bald nicht mehr geben wird, bin ich persönlich überzeugt. Die Bezahlung über das Smartphone wird diese vollständig ersetzen. Der Handel ist in allen Segmenten und zwar überall auf der Suche nach den richtigen Formaten.

Welche Trends sind im Einzelhandel neben der Digitalisierung spürbar? Gibt es neue Verkaufskonzepte, vielleicht auch unterschiedliche in Deutschland, Europa oder darüber hinaus?
Tatsächlich ist der Handel in allen Segmenten und zwar überall auf der Suche nach den richtigen Formaten. Da wird sehr vieles auf Probeflächen versucht, wie etwa derzeit in Holland, wo ein neues Mediamarktkonzept getestet wird. War Mediamarkt bisher als anspruchsloser Discounter mit viel Ware und wenig Interaktion bekannt, so soll sich das in Zukunft ändern. Im Prototyp-Konzept werden etwa angebotene Küchengeräte in einem neuerdings integrierten Bistro im Einsatz vorgeführt. Und es stehen bequeme Sofalandschaften zur Verfügung, in denen neue Spielkonsolen ausgiebig auszuprobieren sind.
Ein anderes Format sind die Pop-Up-Stores. Hier wird getestet, ob ein Produkt oder eine Marke in einer neuen Umgebung oder auf einem neuen Markt ankommen, bevor man eine Ladenfläche langfristig anmietet und ausbaut. Für Manolo Blahnik und Louboutin durften wir solche Edel-Pop-Ups im Mittleren Osten bauen.
Die Platzhirsche im Einzelhandel wie Engelhorn oder L&T investieren derzeit viel, um Eventflächen, Gastronomie und Erlebniswelten zu integrieren. Bei L&T, einem Sporthaus in Osnabrück, kommt der Kunde nicht nur in den Genuss des Indoor-Wellenreitens, er kann auch im hauseigenen Fitnessstudio ein Höhentraining simulieren. Ziel solcher Maßnahmen und Angebote ist es, die Verweildauer des Kunden zu verlängern und natürlich auch dessen Kaufsumme zu steigern. Ob das am Ende den Umsatz wirklich zu vermehren vermag, wird sich allerdings erst zeigen. Fest steht hingegen bereits, dass die Bedeutung von Personal, das wirklich in der Lage ist, den Kunden individuell zu beraten und eine Beziehung zu ihm aufzubauen, erheblich gewachsen ist. Darin liegt unübersehbar der Mehrwert gegenüber dem Online-Handel, weshalb weithin in umfassende Ausbildungen und gezielten Personaleinsatz investiert wird. National wie international geht die Expansion der Flächen jedoch langsamer weiter als noch vor fünf Jahren. Der Ausbau von Einkaufszentren hat sich drastisch reduziert, und frei stehende Geschäfte in besten Lagen werden oft umgesiedelt und verkleinert, um Fixkosten zu reduzieren. Sonderfälle stellen dabei sicher die Premiumhäuser der KaDeWe Group in Deutschland und internationale Departmentstores dar, die auf ihren großzügigen Verkaufsflächen Premium- und Luxusmarken eine Inszenierung auf höchstem Niveau ermöglichen: Harrods und Selfridges in London, Galeries Lafayette, Printemps oder Le Bon Marché in Paris, La Rinascente in Rom und de Bijenkorf in Holland etc. – sie verfolgen alle eine ähnliche Strategie und profitieren oft von ihren repräsentativen historischen Gebäuden – architektonische Prachtstücke, die zumal in den touristischen Metropolen für Zustrom sorgen. Gespannt bin ich darauf, welche Strategie die Signa Holding beim Zusammenschluss von Kaufhof und Karstadt verfolgt.
Vielleicht wird hier ein komplett neues urbanes Format entwickelt, mit Verkaufsflächen, Büroräumen und Wohnbereichen in ein und demselben Gebäude zum Beispiel? Und während sich die Mode – wie wir gesehen haben – in den Premiumlagen eher verkleinert, ziehen andere Branchen nun verstärk  in unsere Geschäftsstraßen ein. Autoshowrooms für die neue E-Mobility, Markenshops für Farben wie Craig & Rose eröffnen eigene Läden, IKEA setzt neuerdings auf Präsenz in den Innenstädten und auch Lebensmittel kehren dorthin zurück, gern begleitet von Kochevents und Vergleichbarem. Und selbst die Großen im Online-Handel haben verstanden, dass es heute auf das Verkaufen über verschiedene Kanäle, auf das sogenannte Multichanel Retail, ankommt. Amazon hat aus genau diesem Grund eigene Buchläden eröffnet, und Mr. Spex, ursprünglich ein Online-Optiker, setzt auch auf einen „richtigen“ Laden, in dem der Kunde sämtliche Auswahloptionen, die er von der Website bereits kennt, wiederfindet, mit dem entscheidenden Unterschied, dass er oder auch sie am Ende eine Brille in die Hand nehmen und aufsetzen kann. Für uns als Ladenbauer macht die Tatsache, dass heute gleichzeitig online und offline verkauft wird, zunächst jedoch kaum einen Unterschied in der technischen Herausforderung und Umsetzung.

 


*Ihre Karriere bei Ganter begann die Diplom-Architektin Bettina Zimmermann Ende 2003 als freie Mitarbeiterin und betreute Kunden wie Betty Barclay, Breuninger und Porsche Design. Im Jahr 2005 wechselte sie als Projektleiterin in die Festanstellung und wurde bereits ein Jahr später zur Key Account Managerin ernannt. Im Jahr 2008 übernahm sie die Leitung eines eigenen Bereichs und zeichnete verantwortlich für Schlüsselkunden wie Escada, de Beers, Vertu, Montblanc und andere bekannte Marken. Die 57-Jährige hat diesen wichtigen Geschäftsbereich über Jahre sehr erfolgreich geleitet. Seit 2014 ist sie Mitglied der Geschäftsführung und verantwortet seit 2016 das Geschäftsfeld „Retail & Interiors“ in der Ganter Group.

Gemeinsam lernen auf allen Ebenen

Annette Näher, Head of Human Resources, spricht über Personalentwicklung bei Ganter:

Alles für – und nichts ohne die Mitarbeiter
Seit der Gründung im Jahr 1995 hat sich Ganter von einem Zweimannbetrieb zu einem weltweit führenden Unternehmen im Bereich erstklassiger Bauausführung entwickelt. Bis vor drei Jahren lag der Schwerpunkt noch im Bereich Ladenbau und Innenausbau, heute realisieren wir mit über 400 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen weltweit das komplette Projektmanagement von der Planung, über den Bau und Ausbau bis hin zum Betreiben von Objekten. Arbeiten bei der Ganter Group bedeutet somit Vielfalt und Verantwortung in einem international aufgestellten und modern geführten Familienunternehmen.

Voneinander lernen für ein gemeinsames Ziel
Ohne bestens ausgebildete und hochmotivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre eine solche Unternehmensentwicklung nicht möglich gewesen. Um diese auch in Zukunft positiv zu beeinflussen, investieren wir deshalb permanent in die interne Personalentwicklung. Neben Fortbildungen spielt dabei der kontinuierliche Wissenstransfer eine große Rolle – über Teamgrenzen und über Landesgrenzen hinweg. Uns geht es darum, einen permanenten und lebendigen Austausch über die „Best Practises“ zu befeuern. So stellen wir uns Lernen für eine vielversprechende gemeinsame Zukunft vor – wovon nicht zuletzt auch unsere Kunden profitieren.
Diesem Gedanken von einem gemeinschaftlichen Lernen auf allen Ebenen und über alle Ebenen hinweg ist ebenfalls die Ganter Akademie verpflichtet. Unter dem Motto „promotion from inside“ rekrutieren wir konsequent auch intern Mitarbeiter für Fach- und Führungskarrieren, für Management- und Leitungspositionen. Im vergangenen Jahr haben wir darüber hinaus unsere interne Personalentwicklung maßgeblich überarbeitet und anhand neuer Marktanforderungen ausgerichtet. So wurden global einheitliche Job-Profile erstellt, die mit einem Kompetenzmanagementsystem verknüpft sind. Ziel einer solchen globalen und strukturierten Personalentwicklung ist es, auf der Basis eines einheitlichen Verständnisses von Aufgaben, Verantwortlichkeiten und klar definierten Zielvorgaben für jeden unserer Mitarbeiter die jeweils passenden Entwicklungsmaßnahmen zu identifizieren und anzubieten.
Des Weiteren haben wir ein Transformationsprogramm namens „Empowerment“ auf die Beine gestellt, um die internationale Entwicklung und Erweiterung der Geschäftsfelder zu unterstützen. Damit wollen wir unter anderem dafür sorgen, dass sich alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als Teil der globalen Unternehmensentwicklung empfinden und international dasselbe Verständnis davon teilen, was wir tun, wer wir sind und wofür wir stehen. Diese übergreifende Ganter-Philosophie ließe sich vielleicht am ehesten so auf den Punkt bringen: Wir geben den Visionen unserer internationalen Kunden den Raum, um Realität zu werden, und erwecken Ideen rund um den Globus zum Leben.

Respekt, Verantwortungsbewusstsein und vernetzte Arbeitsweise
Wir bieten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anspruchsvolle Projekte, flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege. Darüber hinaus unterstützen wir sie dabei, ihre ganz persönlichen Stärken zu entfalten und das Aufgabengebiet zu bearbeiten, das ihnen liegt und Freude bereitet. Denn nur wer faire und sichere Arbeitsbedingungen bietet und seine Mitarbeiter auch persönlich kennt, stärkt und mitreißt, wird mit einem hochmotivierten, kompetenten und innovationsfreudigen Team belohnt. Die globalen Ganter-Grundwerte und damit Eckpfeiler unserer Unternehmenskultur sind deshalb: „Respect, Accountability und Connectivity“. Dieser vertrauensvolle Umgang über alle Hierarchien hinweg ist unserer Meinung nach die Voraussetzung, um Talente zu entdecken, zu fördern und zu nutzen. Und wer sich diesen Zielen verschreibt, wird Führung zwangsläufig als einen interaktiven und dialogorientierten Prozess verstehen. Auch weiterhin werden wir im Bereich Human Resources die Strategie verfolgen, mit einer konsequenten Personalentwicklung an der Realisierung der Ganter-Philosophie und dem Erhalt einer vertrauensvollen, kreativen und gesunden Unternehmenskultur zu arbeiten. Die Grundlagen dafür sind bereits gelegt, doch nun gilt es, diesen Ansatz auch weiterhin zu verfolgen und dabei die Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse im Blick zu behalten.

Übrigens haben wir gerade unsere „Karriere“-Seite überarbeitet: Informationen zum Thema „Arbeiten bei Ganter“ finden Sie hier.


Die gebürtige Freiburgerin Annette Näher studierte an der dualen Hochschule in Villingen-Schwenningen. Als diplomierte Betriebswirtin und Personalfachkauffrau hat sie den Bereich Human Resources von der Pike an kennengelernt. War sie zu Beginn noch Personalsachbearbeiterin und Entgeltabrechnerin, übernahm sie bald schon die Ausbildungsleitung, war als Personalreferentin tätig, bis sie schließlich die Leitung der Personalabteilung übernahm. Nach neun Jahren in der Automobilindustrie wechselte sie 2014 zu Ganter. Hier kommt ihr auch ihre Coaching-Ausbildung zugute.
Annette Näher sitzt ehrenamtlich beim Arbeitsgericht in Freiburg und ist Teil des Prüfungsausschusses der DHBW Villingen-Schwenningen für den Fachbereich Controlling und Consulting.

Mit dem Fokus auf Details – Ganter Produktentwicklung

In der heutigen Arbeits- und Wirtschaftswelt konzentriert sich eine immer größere Zahl von Aufgaben auf immer weniger Köpfe. Damit sich unsere Retail-Kunden dennoch ganz ihrem Kerngeschäft widmen können, kümmert sich das Ganter-Team Product Design & Procurement (PDP) um die vielen, ganz entscheidenden „Dinge“: Ob modulares Möbelkonzept oder Tablett, Deko-Element, Warenträger oder eine clevere Verpackung – wir entwickeln und produzieren alles, um die Produkte unserer Kunden adäquat in Szene zu setzen. Auch industrielle Serienfertigungen gehören mittlerweile zum Repertoire, wobei wir damit sogar Kunden gewonnen haben, die mit den übrigen Geschäftsfeldern von Ganter gar nichts zu tun haben. So profitieren etwa Kunden aus dem Frisörbereich seit einigen Jahren von unserer Produktentwicklung: ob Kunststoffschüssel oder Messbecher, Bürste oder Pinsel bis hin zum Handtuch ist hierbei alles möglich.
Angefangen haben wir vor 18 Jahren mit der Entwicklung von einzelnen Präsentationshilfen, die anschließend von unserer Tochtergesellschaft in Shanghai produziert wurden. Inzwischen hat sich das Leistungsspektrum jedoch sukzessive erweitert, sodass wir uns jetzt als Begleiter unserer Kunden über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg sehen, vom Design bis hin zum eventuellen Recycling. In der Vergangenheit wurden wir häufig erst dann angefragt, wenn Unterstützung bei der Produktion der Präsentationsprodukte erforderlich war. Weil das Design zu diesem Zeitpunkt aber bereits vorlag, war ein enormer Kostendruck die Folge und unser Handlungsspielraum entsprechend klein. Denn auch wenn mit Value Engineering kostenseitig noch einiges zu optimieren ist, legt doch das Design den groben Rahmen fest. Heute hingegen beginnt die Zusammenarbeit mit unseren Auftraggebern häufig weitaus früher: So bieten wir inzwischen nicht nur die Produktion, sondern auch das Produktdesign an, was uns erlaubt, Entwürfe vorzulegen, die von Anfang an – etwa bei der Materialauswahl – den Kostenfaktor berücksichtigen. Auf diese Weise ist es uns möglich, sowohl den Designvorstellungen als auch dem Budget des Kunden genau zu entsprechen. Unser interkulturelles Team setzt sich aus Industriedesignern, Grafikdesignern und Konstrukteuren sowie aus Spezialisten für den Einkauf, die Umsetzung und die Abwicklung zusammen. Von der ersten Idee an bis hin zum fertigen Produkt können wir dem Kunden somit den kompletten Service anbieten, wobei es ihm überlassen bleibt, ob er das „ganze Paket“ oder nur einzelne Dienstleistungen in Anspruch nimmt.
Ein Meilenstein im Jahr 2017 war für uns der Auftrag von Thule: Für diesen internationalen Hersteller von Transportmitteln entwickelten wir ein modulares Waren-Präsentationssystem, das beliebig skalierbar und erweiterbar ist. Diese Warenträger eigenen sich für die professionelle und ansprechende Präsentation verschiedenster Produkte – bei kleineren Retail-Partnern ebenso wie im großen, 300 m² Thule-Store. Von der Konzeptentwicklung an waren wir dabei für alle Herstellungsschritte verantwortlich, auch für die weltweite Produktion des Möbelsystems, die Planung und Visualisierung der Läden sowie für die Umsetzung. Zudem wird das System permanent optimiert und erweitert. Thule ist nur einer von vielen Kunden, die unser ganzheitliches Produktverständnis zu schätzen wissen. So erhielten wir entsprechend umfassende Aufträge beispielsweise auch von Davidoff und Coty. Insbesondere für Coty übernehmen wir in partnerschaftlicher Zusammenarbeit seit Jahren Design, Umsetzung, weltweite Serienproduktion und Auslieferung von Frisörprodukten. Daran, dass wir auch in Zukunft mit unserem Ansatz und unseren Erfahrungen bei der Gestaltung und Umsetzung überzeugen können, zweifeln wir nicht. Daher freuen wir uns auch auf das kommende Jahr und sind gespannt, was es für uns bereithält.

Jörn Dallmann (Business Team Manager Retail/Product Development)


Der aus Baden-Württemberg stammende Jörn Dallmann ist gelernter Tischler und hat darüber hinaus ein Studium in Betriebswirtschaftslehre und Produktdesign (FH Diplom Industrial Designer) absolviert. Nach diversen beruflichen Stationen im In- und Ausland (Australien und Neuseeland) und nach langjährig erfolgreicher Selbstständigkeit kam er Ende 2014 zu Ganter, wo er seitdem diverse Funktionen innehatte, darunter Head of Visual Element sowie Teamleiter. Seit 2018 verantwortet er die Vertiefung und Weiterentwicklung des Bereichs Produktdesign und Procurement.

Exklusive Ferienwohnungen in der Schweiz – Haus Alpenrose

Die Ganter Group und die Andermatt Swiss Alps AG (CH) haben ein Joint Venture zur Erstellung des Appartementhauses «Alpenrose» in Andermatt gegründet. Dadurch wird die Vision der Andermatt Swiss Alps AG mit der Erfahrung und Kompetenz der Ganter Gruppe verbunden.
Das Apartmenthaus Alpenrose liegt in Bestlage im autofreien Resort ‚Andermatt Swiss Alps‘ direkt an der zentralen, ansprechend gestalteten Piazza mit erstklassigen Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Die vom alpinen Stil inspirierte, aufwändig gestaltete Fassade und die öffentlichen Arkaden fügen das Haus harmonisch in das Architektur-Ensemble des Resorts ein.
In Ihrem neuen, hochwertig ausgestatteten Alpendomizil genießen Sie die Wärme des knisternden Kaminfeuers bei einer heißen Schokolade oder einfach nur den Ausblick auf die umliegenden Berggipfel. Nach einem Tag in den Bergen werden Sie den Komfort, die Ruhe und die Behaglichkeit Ihrer vollausgestatteten Ferienwohnung zu schätzen wissen.
Die Wohnungen sind optimal geschnitten und attraktiv ausgestattet, der Innenausbau der Apartments setzt  Maßstäbe und erfüllt in Bezug auf die verwendeten Materialien und das Design höchste Ansprüche.
Die Ganter Group agiert bei dem Projekt als Generalunternehmer. Die Spezialisten aus dem Schwarzwald übernehmen nicht nur den Bau, sondern auch den kompletten Innenausbau und die Möblierung der Alpenrose. Michael Ganter, Inhaber der Ganter Group, kommentiert das Joint Venture wie folgt: „Das Konzept der Andermatt Swiss Alps AG hat uns voll überzeugt, wir freuen uns, unsere Erfahrung und Ausführungs-Kompetenz im Premiumsegment bei diesem Projekt beisteuern zu können.“

Die Grundsteinlegung und der offizielle Verkaufsstart für das Haus Alpenrose erfolgt in einem feierlichen Rahmen am 21 April 2017. Wenn sie vorab weitere Informationen haben möchten, freuen wir uns über ihre Kontaktaufnahme oder Ihren Besuch auf www.andermatt-alpenrose.ch.