Ganter verleiht zum 13. Mal IHK-Förderpreis 2022

Am 11. November war es wieder so weit: Der IHK-Förderpreis 2022 wurde in festlich elegantem Ambiente verliehen. In diesem Jahr hieß Eberhard Liebherr, Präsident der IHK Südlicher Oberrhein, seine Gäste wie den IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Dieter Salomon, Ausbilder:innen aus der Region und knapp 40 Absolvent:innen aus verschiedenen Industrie-, Handels- und Dienstleistungsberufen in den Räumlichkeiten der Black Forest Studios in Kirchzarten willkommen.

Seit 13 Jahren unterstützt die Ganter Group diesen wichtigen Förderpreis, der Top-Azubis auszeichnet und zugleich Motivation für eine „Karriere mit Lehre“ ist. Dieser Preis ist zweckgebunden und wird zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung verliehen. Ganter COO Jan Hendrik Vlijt überreichte dem jungen Bauzeichner Nils Nowak den mit 2.500 € dotierten Förderpreis.

Wir gratulieren Nils ganz herzlich und freuen uns auf seinen Besuch in der nächsten Woche in unserem Hauptsitz in Waldkirch-Kollnau. Wir sind uns fast sicher, Nils hat bereits genaue Pläne. Vielleicht erzählt er uns sogar, wie er seinen Preis für sich nutzen und einsetzen möchte. Spannend!

 

„We bring your visions to life …“

Die Ganter Group ist selbst Ausbildungsbetrieb und bildet seit vielen Jahren Industriekauffrauen und Industriekaufmänner, technische Produktdesigner:innen sowie Fachinformatiker:innen für Systemintegration aus – am Hauptsitz in Waldkirch-Kollnau wie in der Niederlassung in Tauberbischofsheim. Für den Ausbildungsstart 2023 warten wieder sechs Ausbildungsplätze auf junge und motivierte Menschen, die Lust haben, mit dem Ganter-Team unseren zweiten Leitsatz „We bring our clients‘ visions to life …“ zu leben.

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Fotos: © Michael Bode/IHKSO

Die Auswirkungen von Covid-19 auf die Gestaltung von modernen Arbeitswelten

Für die Ganter Group als international agierendes Unternehmen hatte Covid-19 von Anfang an erhebliche Auswirkungen auf die Durchführung von Projekten. Da Vorschriften und Quarantänen von Land zu Land unterschiedlich sind, wurde es schwierig, Teams ins Ausland zu schicken. Lieferzeiten verlängerten sich und Zeitpläne waren unsicher. In einigen Fällen musste auch mit Produktionsausfällen von Zulieferern gerechnet werden. Reisezeiten haben sich deutlich reduziert und Videokonferenzen wurden zum wichtigsten Mittel zur Kommunikation mit unseren Kunden. Das hat sich auch auf die Arbeitsweise ausgewirkt und es ist heute nicht mehr zwingend erforderlich, dass das gesamte Projektteam im Büro arbeitet.

Welchen Einfluss wird Covid-19 zukünftig auf die Gestaltung unserer Arbeitsumgebung haben? Über diese Frage und die Auswirkungen auf unsere Arbeitsweisen hat sich unser Senior Project Manager Thomas Zeiske (TZ) mit IVC commercial (IVC) – einem belgischen Anbieter für Bodenbeläge im Objektbereich – unterhalten.

IWC: Verzeichnen Sie derzeit eine höhere Nachfrage von Kunden nach Beratung bei der Anpassung von Räumen an Covid-19-Maßnahmen?

TZ: Bisher ist mir das nicht wirklich begegnet, da viele unserer Projekte und Konzepte bereits vor der Pandemie in Angriff genommen oder zugesagt waren. Sie wurden zum größten Teil wie geplant umgesetzt. Gefragt sind höchstens ergänzende Maßnahmen, wie z. B. Desinfektionsstationen.

IVC: Glauben Sie, dass sich Covid-19 nur vorübergehend auf die Gestaltung unserer Arbeitsplätze auswirkt oder wird sich unsere Einstellung zu dem, was eine gute Arbeitsumgebung ausmacht, dauerhaft verändern?

TZ: Ich glaube, dass Covid-19 einen langfristigen Einfluss auf unseren Arbeitsalltag haben wird und das führt letztendlich auch zu Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir Räume gestalten. Soziale Distanzierung, Belüftung, Hygiene und die erfolgreiche Implementierung mobiler Technologien werden in zukünftigen Büros entscheidend sein. Sicherlich werden auch die Arbeitsplätze agiler werden müssen. Ich vermute, dass in einigen Fällen die Fläche reduziert werden wird, was zu einer Zunahme von geteilten Arbeitsplätzen führen wird. Weniger Menschen werden die ganze Zeit an nur einem Ort arbeiten. Es besteht kein Zweifel daran, dass ein gemischter Ansatz für die Zeit, die im Büro verbracht wird, und die Arbeit aus der Ferne einen nachhaltigen Einfluss haben wird. Mittelfristig denke ich, dass sich die Pandemie weiterhin in Vorschriften und Richtlinien rund um den Arbeitsplatz und die Arbeitssicherheit zeigen wird.

IVC: Werden wir einen stärker segmentierten und individualisierten Ansatz bei der Raumgestaltung sehen? Zum Beispiel eine Rückkehr zu kleineren teambasierten Büros oder sogar zu Einzelarbeitsplätzen und einer stärkeren Aufteilung innerhalb eines Raums?

TZ: Ich glaube nicht, dass wir segregierte Räume sehen werden, aber wir werden sehen, dass die Arbeitswelt und die Zusammenarbeit zwischen Kollegen und externen Teammitgliedern flexibler werden. Dies wird unweigerlich zu einer zunehmenden physischen und digitalen Interaktion und Zusammenarbeit führen. Infolgedessen müssen auch die Räume flexibler werden. Arbeitsplätze müssen zukünftig das Arbeiten in Teams und individuelle Aufgaben ermöglichen und die Technologie und unterstützende Infrastruktur für die Teilnahme an virtuellen Meetings bereitstellen.

IVC: Gibt es einen grundlegenden Wandel in der Herangehensweise an Arbeitsräume? Werden wir eine persönlichere Herangehensweise an den Raum von Seiten des Kunden sehen, oder wird es wieder eine Frage der maximalen Mitarbeiterzahl sein?

TZ: Ja und nein. Ich denke, die Veränderungen, die sich schon vor Covid-19 abzeichneten, haben sich nur beschleunigt und intensiviert. Insofern war die Krise ein Katalysator für eine Entwicklung, die bereits im Gange war. Außerdem werden die hygienischen Aspekte stärker in den Vordergrund rücken. Das hat vorher keine Rolle gespielt. Ich denke, die spannende Frage wird sein, wie wir auf der einen Seite soziale Distanz und Hygienemaßnahmen sicherstellen, auf der anderen Seite aber einen gemeinsamen und offenen Raum schaffen können, ohne uns hinter Plexiglasscheiben zu verbarrikadieren. Es wird nicht mehr den einen Schreibtisch geben, an dem ein Mitarbeiter arbeitet, sondern Räume, die unterschiedlich genutzt werden können und flexibles Arbeiten ermöglichen.

IVC: Was ist das Wichtigste, was Sie aus der Pandemie in Bezug auf die Gestaltung von Arbeitsräumen gelernt haben?

TZ: Für mich persönlich ist der auffälligste Effekt, dass wir uns nun alle daran gewöhnt haben, in mehr virtuellen Räumen zu arbeiten, sei es mit den eigenen Kollegen oder mit Kunden. Ich denke, dass sich diese neuen Arbeitsweisen langfristig durchsetzen und einen erheblichen Einfluss auf die Raumgestaltung haben werden. Es wird separate Räume geben, in die Mitarbeiter gehen können, um virtuelle Meetings durchzuführen. Ein Großraumbüro hat dafür seine Grenzen, und es werden z.B. Kabinen oder Pods erforderlich sein, um dies in unterschiedlichen Größenordnungen zu ermöglichen.

Weitere Beispiele für moderne Arbeitswelten made by GANTER finden Sie in unseren Referenzen im Bereich Commercial.